Amazon hat damit begonnen, seinen neuen KI-gestützten Sprachassistenten Alexa+ allen Prime-Mitgliedern zur Verfügung zu stellen, unabhängig davon, ob sie Zugriff beantragt haben oder nicht. Das Upgrade, das zuvor auf Early Access-Benutzer beschränkt war, führt ein gesprächigeres und Chatbot-ähnlicheres Erlebnis ein – und eine neue Standardstimme, die viele als „frech“ bezeichnen. Hier erfahren Sie, was Sie über Alexa+ wissen müssen, wie es sich vom Original-Alexa unterscheidet und wie Sie zurückkehren können, wenn Sie die ältere Version bevorzugen.

Der Wandel zur KI-gestützten Assistenz

Alexa+ repräsentiert den Vorstoß von Amazon, direkt mit KI-Assistenten wie ChatGPT zu konkurrieren. Die neue Version zielt auf natürlichere, menschenähnlichere Interaktionen ab und geht über einfache Befehle hinaus, um an komplexeren Gesprächen teilzunehmen. Auf Echo Show-Geräten manifestiert sich dies als textbasierter Chat neben der Sprachantwort, ähnlich wie bei Messaging-Apps.

Zu den wichtigsten Änderungen gehören :
– Eine deutlich andere Standardstimme, die von manchen als „Teenager“ beschrieben wird.
– Breitere Verfügbarkeit: Wenn Sie Prime haben, ist Alexa+ wahrscheinlich bereits auf Ihren Geräten verfügbar.
– Plattformübergreifender Zugriff: Jetzt auf Alexa.com für die Browsernutzung verfügbar, Integration mit Smart-Home-Geräten und Apps.

Während Amazon derzeit für Prime-Mitglieder kostenlos ist, plant es, für Nicht-Prime-Benutzer eine Gebühr von 20 US-Dollar pro Monat zu erheben, sobald die Vollversion erscheint.

Die Kontroverse um erzwungene Upgrades

Der Rollout verlief nicht ohne Reibungsverluste. Einige Benutzer berichten, dass Amazon ihre Geräte zwangsweise aktualisiert, obwohl sie das Update wiederholt abgelehnt haben. Das Unternehmen besteht darauf, dass Benachrichtigungen per E-Mail, App-Benachrichtigungen und Geräteaufforderungen gesendet wurden, die Erfahrung war jedoch für einige weniger freiwillig.

„Alexa+ ist deutlich leistungsfähiger … wir arbeiten daran, es so vielen Kunden wie möglich verfügbar zu machen“, sagte ein Amazon-Sprecher.

Dieser aggressive Vorstoß unterstreicht die Strategie von Amazon, KI schnell in seinem gesamten Ökosystem einzuführen, selbst auf Kosten der Benutzerpräferenzen. Das Unternehmen geht davon aus, dass die verbesserten Möglichkeiten die Nutzer langfristig überzeugen werden.

So kehren Sie zur ursprünglichen Alexa zurück

Wenn Ihnen das neue Erlebnis nicht gefällt, können Sie ganz einfach zurückwechseln: Sagen Sie einfach „Alexa, beende Alexa Plus.“ Dadurch wird der ursprüngliche Sprach- und Interaktionsstil wiederhergestellt. Einige Benutzer haben jedoch sogar bei der zurückgesetzten Stimme (Feminin 2) geringfügige Änderungen gemeldet, was darauf hindeutet, dass Amazon sie im Laufe der Zeit möglicherweise stillschweigend aktualisiert hat.

Andere Überlegungen :
– Durch das Zurücksetzen werden die Text-Chats im Chatbot-Stil auf Echo Show-Geräten deaktiviert.
– Amazon gibt nicht an, welche Funktionen während des Downgrades verloren gehen, und zugehörige Einstellungen werden in der Alexa-App vergraben.
– Die ursprüngliche Alexa zeigt immer noch Werbung an, aber die neue Version zeigt sie während aktiver Fragen.

Alexa vs. Alexa+: Was ist wirklich anders?

Über die Stimme hinaus führt Alexa+ Änderungen in der Art und Weise ein, wie Informationen angezeigt werden. Beispielsweise wird der Wetterbericht zu einem eingeschränkten textbasierten Chat anstelle einer Vollbildanzeige mit detaillierten stündlichen Vorhersagen. Der neue Assistent priorisiert außerdem den Gesprächsfluss vor der effizienten Aufgabenerledigung, was einige Benutzer als frustrierend empfinden.

Die Kernfunktionen bleiben weitgehend unverändert, aber das Erlebnis fühlt sich anders an. Obwohl Alexa+ noch nicht so leistungsfähig ist wie Konkurrenten wie ChatGPT, arbeitet Amazon daran, diese Lücke zu schließen. Die vollständige, kostenpflichtige Version von Alexa+ befindet sich noch in der Entwicklung, ein festes Veröffentlichungsdatum gibt es noch nicht.

Zusammenfassend ist Amazons Vorstoß für Alexa+ ein klarer Versuch, den Bereich der KI-Assistenten zu dominieren. Ob dieses erzwungene Upgrade das Gesamterlebnis verbessert, bleibt abzuwarten, aber Benutzer haben jetzt die Möglichkeit, zurückzukehren, wenn sie die ursprüngliche Alexa bevorzugen – zumindest vorerst.