Michael Burry, der Investor, der dafür bekannt ist, den Immobilienmarktcrash 2008 vorherzusagen – was ihm den Spitznamen „The Big Short“ einbrachte – hat eine deutliche Warnung vor der Zukunft von Bitcoin ausgesprochen. Die Kryptowährung hat in den letzten Monaten bereits 1 Billion US-Dollar an Wert verloren, wobei ihr Preis gegenüber ihrem Höchststand um fast 50 % gefallen ist. Burry ist davon überzeugt, dass der aktuelle Abschwung nicht den Tiefpunkt erreicht hat, und verweist auf die Möglichkeit einer „Todesspirale“, die durch Zwangsliquidationen und den Mangel an greifbarem Nutzen des Vermögenswerts verursacht wird.

Die Kräfte, die den potenziellen weiteren Rückgang vorantreiben

Burrys Analyse konzentriert sich auf zwei Hauptrisiken. Erstens sind stark gehebelte Positionen in Bitcoin anfällig für Nachschussforderungen, was Panikverkäufe auslösen und den Preisverfall beschleunigen könnte. Aktuelle Daten von CoinGlass zeigen, dass Futures-Positionen im Wert von 2,65 Milliarden US-Dollar an einem einzigen Tag liquidiert wurden, was diese Volatilität verdeutlicht. Zweitens argumentiert er, dass Bitcoin keine sinnvollen realen Anwendungen hat und in erster Linie als spekulativer Vermögenswert fungiert.

Besonders schlimm ist die Situation für Bitcoin-Miner. Burry prognostiziert, dass, wenn der Preis auf 50.000 US-Dollar sinkt, die meisten Bergbaubetriebe zahlungsunfähig werden würden, was möglicherweise dazu führen würde, dass der Markt für tokenisierte Metall-Futures aufgrund unzureichender Nachfrage zusammenbricht. Dies verdeutlicht, wie vernetzt die Kryptomärkte sind und wie der Ausfall eines einzelnen Vermögenswerts eine Kettenreaktion auslösen kann.

Wie Anleger reagieren sollten

Burrys Rat ist einfach: Innehalten, einen Schritt zurücktreten und neu bewerten. Untersuchungen in der Verhaltensökonomie zeigen, dass Verluste psychologisch wirkungsvoller sind als Gewinne und zu irrationalen Entscheidungen unter Stress führen.

  1. Machen Sie eine Pause: Treffen Sie keine voreiligen, von Panik getriebenen Entscheidungen.
  2. Bewerten Sie die Risikotoleranz: Beurteilen Sie ehrlich, ob Sie weiteren Korrekturen standhalten können. Wenn nicht, gleichen Sie Ihr Portfolio unter Anleitung eines Finanzberaters neu aus.
  3. Halten Sie an langfristigen Plänen fest: Wenn Sie an die langfristige Rentabilität von Bitcoin glauben, sollte die kurzfristige Volatilität keinen Ausstieg erzwingen.
  4. Engagement begrenzen: Finanzberater empfehlen im Allgemeinen, aufgrund des hohen Risikos nur einen kleinen Prozentsatz (5–10 %) Ihres Portfolios in Bitcoin zu investieren.

„Umsichtige Entscheidungen werden selten getroffen, wenn man Angst hat“, schlägt Burry vor und rät Anlegern, impulsive, von Angst getriebene Reaktionen zu vermeiden.

Das Gesamtbild

Burrys Warnungen kommen zu einem kritischen Zeitpunkt. Die aktuellen Marktbedingungen verdeutlichen die inhärente Volatilität von Kryptowährungen, insbesondere Bitcoin. Während einige hinsichtlich seines langfristigen Potenzials weiterhin optimistisch sind, führt der jüngste Abschwung deutlich vor Augen, dass es sich um einen spekulativen Charakter handelt. Anleger sollten mit Vorsicht vorgehen und sich darüber im Klaren sein, dass extreme Preisschwankungen ein wiederkehrendes Merkmal dieser Anlageklasse sind. Die Kernbotschaft ist klar: Risiken managen, Panik vermeiden und fundierte Entscheidungen über emotionale Reaktionen stellen.