Künstliche Intelligenz (KI) verändert Branchen rasant, von militärischen Einsätzen bis hin zu medizinischen Behandlungen. Ein kritischer Bereich, in dem KI derzeit jedoch zu kurz kommt, ist die Steuererklärung des Bundes. Aktuelle Tests von The New York Times zeigen, dass selbst fortschrittliche Chatbots – darunter Gemini von Google, ChatGPT von OpenAI, Claude von Anthropic und Grok von xAI – Steuererklärungen regelmäßig erheblich falsch berechnen.

KI hat Probleme mit der Genauigkeit

Für die Studie wurden acht realistische Steuerszenarien verwendet, die von TaxSlayer, einem professionellen Steuerdienst, bereitgestellt wurden. Obwohl die KI-Chatbots alle erforderlichen Formulare und Unterlagen erhielten, verursachten sie durchschnittlich Fehler von über 2.000 US-Dollar pro Retoure. Dabei handelt es sich nicht nur um eine kleine Ungenauigkeit; Es handelt sich um ein Maß an Unzuverlässigkeit, das zu Strafen oder rechtlichen Problemen für den Steuerzahler führen kann.

Warum Steuern unterschiedlich sind

Das Problem liegt in der Detailliertheit des Steuerrechts. Wie der Technologieanalyst Benedict Evans erklärt: „Das Problem bei Steuern besteht darin, dass all diese sehr kleinen Details wichtig sind und es nicht gelingt, jedes einzelne kleine Detail richtig zu machen.“ Obwohl sich KI-Modelle schnell verbessern, liefern sie immer noch ungefähr korrekte Antworten, was nicht ausreicht, wenn Präzision erforderlich ist. Selbst geringfügige Fehler in Steuererklärungen können schwerwiegende Folgen haben, sodass KI für diese Aufgabe kein geeignetes Werkzeug ist.

Die Zukunft von KI und Steuern

Möglicherweise wird KI irgendwann zuverlässig genug für die Steuervorbereitung, aber derzeit überwiegt das Risiko einer Fehlkalkulation den Komfort. Die Studie hebt hervor, dass KI zwar bei komplexen Aufgaben wie dem Drohnenbetrieb und der Krebsbehandlung hervorragende Leistungen erbringt, ihr Verständnis für differenzierte Finanzvorschriften jedoch nach wie vor schwach ist. Steuerzahler sollten sich vorerst auf bewährte Methoden verlassen – professionelle Buchhalter oder verifizierte Steuersoftware –, anstatt der KI ihre finanziellen Verpflichtungen anzuvertrauen.

Bis die KI die Genauigkeit der Steuerberechnungen garantieren kann, überlässt man sie am besten Aufgaben, bei denen kleinere Fehler keine rechtlichen oder finanziellen Konsequenzen nach sich ziehen.