Real Estate Investment Trusts (REITs) gewinnen als intelligente Portfolioergänzung im Jahr 2026 an Bedeutung und bieten Stabilität und Dividendenerträge. Während Technologieaktien das Jahr 2025 dominierten, bieten REITs ein wertvolles Gegengewicht zu volatilen Märkten, insbesondere für Anleger, die auf der Suche nach verlässlichen Renditen sind. Hier erfahren Sie, was Privatpersonen der oberen Mittelschicht über die Integration von REITs in ihre Anlagestrategie wissen sollten.

Den REIT-Vorteil verstehen

REITs ermöglichen Anlegern den Besitz von Gewerbeimmobilien ohne die Komplexität des direkten Immobilienbesitzes. Wie John Worth, EVP bei Nareit, erklärt, liefern REITs „stabile Erträge durch Dividenden, Wettbewerbsleistung und Diversifizierung“ – und das alles ohne den Aufwand der Immobilienverwaltung. Laut Gesetz schütten REITs mindestens 90 % des steuerpflichtigen Einkommens an die Aktionäre aus, was oft zu höheren und gleichmäßigeren Renditen führt als herkömmliche Aktien.

Markttrends 2025–2026

Aktuelle Daten zeigen, dass sich REITs im Jahr 2025 trotz hoher Zinssätze stark entwickelt haben. Der Nareit 2026 Outlook hebt eine solide operative Leistung und attraktive Dividendenausschüttungen hervor. Die größte Verschiebung fand jedoch auf den internationalen Märkten statt. Während US-amerikanische REITs traditionell an der Spitze standen, stiegen asiatische REITs mit einer Rendite von 28 % im Jahr 2025, gefolgt von Europa mit 19,9 %, verglichen mit 5,5 % in Nord- und Südamerika.

Dies signalisiert einen breiteren Trend: Diversifizierung über die Grenzen der USA hinaus kann die Widerstandsfähigkeit des Portfolios erheblich steigern.

Verstecktes REIT-Engagement und Altersvorsorgeplanung

Viele Anleger sind bereits in REITs investiert, ohne sich dessen bewusst zu sein. Über 70 % der US-Renten beinhalten REITs, und mehr als 75 % der großen Pensionspläne (mehr als 25 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten) verfügen über solche. Wenn Sie einen 401(k)- oder beitragsorientierten Plan haben, prüfen Sie, ob REIT-Fonds vorhanden sind. Altersvorsorgekonten bieten eine steuereffiziente Möglichkeit, den langfristigen Nutzen aus REIT-Erträgen und Diversifizierung zu maximieren.

Immobilienklassenangelegenheiten

Genau wie bei physischen Immobilien sind Standort und Immobilienart entscheidend. Verschiedene Branchen – Büros, Wohnungen, Rechenzentren – reagieren unterschiedlich auf die Wirtschaftslage. REIT-Fonds oder ETFs bieten eine sofortige Diversifizierung über Sektoren und Regionen hinweg, sodass keine spezielle Immobilienexpertise erforderlich ist.

Unterbewertungsmöglichkeit

US-REITs sind derzeit trotz starker Performance unterbewertet: Der Nettobetriebsgewinn stieg seit 2024 um 4,7 % und die Dividenden stiegen um 6,3 %. Diese Lücke zwischen REIT-Bewertungen und breiteren Aktienmärkten spiegelt den Technologieboom Ende der 1990er Jahre wider, als übersehene Sektoren schließlich aufholten. Experten gehen davon aus, dass sich diese Lücke schließen wird und einen potenziellen Einstiegspunkt für Anleger darstellen wird.

Risiken und Überlegungen

REITs unterliegen wie jede Anlage kurzfristigen Preisschwankungen, die nichts mit der zugrunde liegenden Wertentwicklung der Immobilie zu tun haben. Allerdings reagieren sie oft anders auf wirtschaftliche Kräfte als herkömmliche Aktien und sorgen so für ein ausgewogenes Portfolio. Die Kombination von Aktien und REITs bietet Zugang zu mehreren Wachstums- und Einkommensquellen.

Letztlich bieten REITs eine überzeugende Möglichkeit für Anleger der oberen Mittelschicht, Portfolios zu stabilisieren, Erträge zu generieren und über traditionelle aktienlastige Strategien hinaus zu diversifizieren. Der Schlüssel liegt darin, die Marktdynamik zu verstehen, das internationale Engagement zu berücksichtigen und die Vorteile von REIT-Fonds oder ETFs zu nutzen.