Die Lohnsteuer ist eine Abgabe, die direkt auf Löhne und Gehälter erhoben wird. Dabei werden Kapitalgewinne, Dividenden und Zinsen ignoriert. Diese Unterscheidung ist wichtig. Die Einkommensteuer belastet alles, was Sie verdienen. Die Lohnsteuer betrifft nur das, wofür Sie arbeiten.

Die meisten Länder verwenden dieses Geld nicht für allgemeine Haushalte. Sie nutzen es für die soziale Sicherheit. Hierzu zählen auch Altersvorsorgeleistungen. Es deckt Hinterbliebenenleistungen ab. Es bezahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung und die Krankenversicherung. Das Ziel ist konkret. Die Förderung ist zweckgebunden.

„Lohnsteuern werden praktisch immer durch Quellensteuer eingezogen und oft sowohl vom Arbeitgeber als auch vom Arbeitnehmer erhoben.“

Mehr als 140 Nationen betreiben irgendeine Form von Sozialversicherungsprogrammen. Mit zunehmender Alterung der Bevölkerung geraten diese Systeme unter Druck. Ältere Bürger brauchen mehr Unterstützung. Die Anforderungen an soziale Sicherungssysteme wachsen. Daher sind Lohnsteuereinnahmen für Regierungen äußerst wichtig.

Aber die Regeln ändern sich über die Grenzen hinweg. Internationale Unterschiede bei den Sozialversicherungsprogrammen führen dazu, dass die Lohnsteuersysteme stark variieren. Die Preise sind unterschiedlich. Strukturen unterscheiden sich. Es gibt keinen globalen Standard.

Der regressive Charakter der Lohnsteuer

Lohnsteuern unterliegen in der Regel strengen Regeln. Sie werden durch Quellensteuer eingezogen. Oft zahlen sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer. Doch anders als bei der Einkommensteuer erfolgt keine Berücksichtigung der persönlichen Verhältnisse. Keine Abzüge für Kinder. Keine Anpassungen für Arztrechnungen.

Die Struktur ist oft regressiv. Warum? Wegen der Decke.

Viele Lohnsteuern gelten nicht für Einkünfte über einer bestimmten Grenze. Dies ist die steuerpflichtige Obergrenze. Sobald Sie diesen Punkt überschreiten, zahlen Sie keine Steuer mehr. Mittlerweile stellt das Arbeitseinkommen einen kleineren Teil des Gesamteinkommens dar, je reicher man wird. Wohlhabende Menschen verdienen mit Investitionen mehr als mit Arbeit. Die Arbeitnehmer verdienen fast ausschließlich vom Lohn.

Dadurch entsteht eine Ungleichheit. Geringverdiener zahlen einen höheren Prozentsatz ihres Gesamtvermögens an Lohnsteuern. Besserverdiener zahlen im Verhältnis zu ihrem Gesamteinkommen einen geringeren Prozentsatz.

Wer profitiert tatsächlich?

Das System ist nicht ganz einseitig. Die Regressivität könnte durch die Verteilung der Vorteile ausgeglichen werden. Sozialleistungen werden üblicherweise den Armen gewährt. Renten- und Invaliditätszahlungen gehen oft an diejenigen, die am wenigsten verdienen.

Dieses Verteilungsmodell ändert die Gleichung. Die Steuer trifft den Arbeitnehmer. Die Leistung kommt dem Rentner oder Behinderten zugute. Für viele Geringverdiener ist die Rendite ihrer Lohnsteuerbeiträge erheblich. Für Gutverdiener begrenzt die Obergrenze ihre Beiträge, während ihre Kapitalerträge in dieser speziellen Kategorie steuerfrei wachsen.

Das Ergebnis ist ein komplexer Kompromiss. Sie zahlen ausschließlich nach Ihrem Arbeitseinkommen. Sie ignorieren Ihre Kapitalgewinne. Du hast eine Obergrenze erreicht. Sie unterstützen ein soziales Sicherheitsnetz. Ob dies fair ist, hängt von Ihrer Position auf der Einkommensleiter ab.

Entwicklungsländer behandeln die Einkommensteuerbemessungsgrundlage manchmal kaum mehr als eine Lohnsteuerbemessungsgrundlage. Da verschwimmt die Unterscheidung. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften ist die Spaltung deutlich zu erkennen. Doch der Druck auf die Sozialversicherungssysteme ist allgegenwärtig. Alternde Bevölkerungen verlangen mehr. Die Finanzierungsmechanismen bleiben hartnäckig traditionell.