Die Biograph Company wurde 1895 als American Mutoscope Company gegründet. Sie war einer der Schwergewichte im frühen amerikanischen Film. Das Studio hat nicht nur Filme gemacht. Es dokumentierte die Geschichte.
Sie filmten William McKinley auf seinem Präsidentschaftswahlkampf 1896. Sie nahmen Papst Leo XIII. 1899 im Vatikan gefangen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren sie mit Theodore Roosevelt im Weißen Haus. Das waren nicht nur Spielereien. Sie waren der Beweis dafür, dass Filme wahre Macht einfangen können.
Das Studio hatte seinen Sitz in New York City. Ihre erste Veröffentlichung war „Empire State Express“ im Jahr 1896. Es war ein kurzer Film. Das Unternehmen wuchs schnell. Sie änderten ihren Namen in American Mutoscope and Biograph Company. 1909 ließen sie den ersten Teil fallen. Nur eine Biografie.
Die Griffith-Ära und technische Innovation
Die wahre Geschichte hier ist nicht die Wochenschau. Das geschah zwischen 1908 und 1914. D.W. Griffith war der Regisseur. G.W. (Billy) Bitzer war der Kameramann. Gemeinsam veränderten sie die Art und Weise, wie Geschichten auf der Leinwand erzählt wurden.
Griffith richtete nicht nur eine Kamera. Er verfeinerte die Nahaufnahme. Er spielte mit Kamerawinkeln. Er experimentierte mit der Bearbeitung. Er ließ das Publikum etwas anderes spüren als passives Beobachten.
Er baute auch ein Team auf. Die von ihm ausgebildeten Schauspieler wurden zu Legenden.
- Blanche Sweet
- Mary Pickford
- Florence Lawrence
- Mack Sennett
- Lionel Barrymore
-Owen Moore
Florence Lawrence war der erste echte Filmstar. Mack Sennett wurde später durch Keystone-Komödien berühmt. Aber bei Biograph folgten sie einfach Griffiths Beispiel.
Der erste Spielfilm und Niedergang
Griffith verließ Biograph, nachdem er Blanche Sweet in „Judith of Bethulia“ inszeniert hatte. Dieser Film wurde 1913 gedreht. Er wurde 1914 veröffentlicht.
Es war einer der ersten abendfüllenden Spielfilme. Das klingt jetzt normal. Damals war es ein Risiko. Die meisten Filme waren Kurzfilme. Biograph setzte auf Länge. Sie haben den künstlerischen Kampf gewonnen, aber den Krieg verloren.
Das Unternehmen stellte bereits wenige Jahre nach dieser Veröffentlichung die Produktion von Filmen ein. Es war kein plötzlicher Absturz. Es war ein langsamer Rückgang. 1928 stellte Biograph den Betrieb ein. Das Filmlabor und die Studioeinrichtungen wurden verkauft. Sie wurden Teil von Consolidated Film Industries.
Wiederbelebung und Umzug
Biograph blieb nicht tot. In den 1980er Jahren kam es als kleines unabhängiges Studio zurück. 1991 wechselte das Unternehmen seine geografische Lage. Sie zogen nach Kalifornien.
Ihr Hauptquartier befand sich schließlich in Sherman Oaks. Das Studio existiert noch heute. Aber der Zauber dieser frühen Jahre? Das ist Geschichte. Die Nahaufnahmen, die Winkel, die Sterne. Sie haben dort angefangen.























